Urteilsunfähig: Wer vertritt meine Interessen?

Sie sind nach einem Unfall nicht mehr ansprechbar. Oder Sie können wegen einer Krankheit nicht mehr für sich sorgen. Dann muss eine andere Person Ihre Angelegenheiten erledigen und wichtige Entscheidungen treffen. Mit einem Vorsorgeauftrag können Sie festlegen, wer das sein soll.

Urteilsfähig ist gemäss Gesetz, wer vernunftmässig handeln kann. Eine Krankheit oder ein Unfall können dazu führen, dass eine Person nicht mehr urteilsfähig ist. Sie kann dann ihre persönlichen oder finanziellen Angelegenheiten nicht mehr selber regeln. Dies kann vorübergehend oder andauernd sein.

Ein urteilsunfähiger Mensch benötigt eine Person, die seine Interessen wahrnimmt und ihm zur Seite steht. Das Gesetz sieht dafür die Ehegatten oder die eingetragenen Partner vor. Sie können die alltäglichen Dinge regeln. Sie dürfen aber zum Beispiel keine Immobilien kaufen oder verkaufen. Dazu müssen sie die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) beiziehen.

Bei alleinstehenden Personen übernimmt die KESB diese Aufgaben von Anfang an bzw. bestimmt einen Beistand.

Die Person des Vertrauens kann man aber auch im Voraus selber bestimmen. Dafür gibt es den sogenannten „Vorsorgeauftrag“. Es kann eine Person bestimmt werden. Oder es können mehrere Personen für verschiedene Angelegenheiten ausgewählt werden.

Anforderungen an den Vorsorgeauftrag
Beim Vorsorgeauftrag gilt folgendes:

  • Es gibt zwei Formen. 1. Sie können ihn handschriftlich verfassen, datieren und unterschreiben. 2. Sie können den Auftrag gemeinsam mit einem Notar erstellen und ihn von ihm beurkunden lassen.
  • Sie müssen die Aufgaben genau beschreiben, die Sie der Person übertragen. Es kann sich dabei um einige oder alle Aufgaben handeln, die sonst ein Beistand wahrnehmen müsste.
  • Sie sollten auch die Entschädigung der beauftragten Person regeln. Sonst bestimmt die KESB über eine angemessene Entschädigung.
  • Sie können den Vorsorgeauftrag jederzeit ändern oder widerrufen.

Im Internet gibt es Merkblätter und Muster für Vorsorgeaufträge.

Aufbewahrung
Sie können den Vorsorgeauftrag selber aufbewahren. Stellen Sie sicher, dass er bei Bedarf gefunden wird.

Sie können den Hinterlegungsort auch dem Zivilstandsamt melden. So ist Ihr Vorsorgeauftrag im Ernstfall schnell und unkompliziert auffindbar. Das kostet 75 CHF.

In gewissen Kantonen kann der Vorsorgeauftrag auch bei einer Behörde deponiert werden. Je nach Kanton ist dies die KESB, das Familiengericht oder das Amtsnotariat.

Eintritt der Urteilsunfähigkeit
Die zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde bestätigt, dass eine Person urteilsunfähig geworden ist. Sie prüft, ob es einen Vorsorgeauftrag gibt. Wenn dies der Fall ist, kontrolliert sie den Vorsorgeauftrag:

  • Ist er gültig? Sind die Formvorschriften eingehalten und war der Urheber zum Verfassungszeitpunkt urteilsfähig?
  • Ist die beauftragte Person als Beistand geeignet? Ist sie urteilsfähig? Ist sie der Aufgabe gewachsen?

Die KESB entscheidet über eine allfällige Entschädigung, falls diese im Vorsorgeauftrag nicht geregelt ist.

Sind diese Abklärungen erledigt, entscheidet die eingesetzte Person, ob sie den Vorsorgeauftrag annehmen will. Tut sie dies, erhält sie von der KESB die Vertretungsurkunde. Damit sind die Aufgaben der KESB so gut wie abgeschlossen. Sie schreitet nur wieder ein, falls Ihre Interessen gefährdet sind.

Vollmacht
Eine Vollmacht hat ähnliche Wirkungen wie ein Vorsorgeauftrag. Die Vollmacht gilt grundsätzlich jedoch bereits ab ihrer Erteilung. Heute ist es nicht mehr möglich, die Vertretung bei Urteilsunfähigkeit mittels Vollmacht zu regeln. Zudem sind insbesondere Banken häufig nicht mehr bereit Vollmachten zu akzeptieren, wenn der Vollmachtgeber urteilsunfähig geworden ist.

Erwachsenenrecht

Kaskoversicherung

Die Kaskoversicherung (von spanisch casco „Schiffsrumpf“) ist eine Versicherung gegen Schäden am Kraftfahrzeug, Flugzeug oder Schiff. Sie zahlt bei Beschädigung, Zerstörung oder Verlust des versicherten Gegenstands. Bei den Autoversicherungen unterscheidet man die Teilkasko- und die Vollkaskoversicherung. Im Gegensatz etwa zur Kfz-Haftpflichtversicherung ist die Kaskoversicherung in Deutschland, Österreich und der Schweiz keine Pflichtversicherung. Auf die Schiffs- und Flugzeugkasko wird hier nicht weiter eingegangen.

Begriffshistorie

Im Spanischen bedeutet casco unter anderem „Schiffsrumpf“; in der Seemannssprache steht Casco oder Kasko für den fertigen, schwimmfähigen Rumpf ohne die enthaltene Technik, im Gegensatz zum Cargo, also der Ladung. Die Versicherung von Schiffen gegen diverse Gefahren hat lange Tradition und erfolgte schon weit vor der Erfindung der Dampfmaschine und des Kraftfahrzeugs. Heutzutage wird unter einer Kaskoversicherung meist die Vollkasko- oder Teilkaskoversicherung von Kraftfahrzeugen verstanden.

Teilkaskoversicherung

Die Teilkaskoversicherung ist eine freiwillige Zusatzversicherung, die Schäden am eigenen Fahrzeug abdeckt. Im Gegensatz zu der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung kann diese Art der Absicherung freiwillig abgeschlossen werden, es besteht also jederzeit die Möglichkeit, den Teilkaskoschutz einzuschliessen oder auch auszuschliessen. Manche Versicherungsgesellschaften binden den Teilkaskoschutz allerdings an die Hauptfälligkeit der Kfz-Haftpflichtversicherung, sodass diese mindestens 1 Jahr bestehen muss.

Durch eine Teilkaskoversicherung ist man in folgenden Fällen versichert:

  • Brand oder Explosion
  • Diebstahl inklusive Einbruchteilediebstahl oder Raub
  • Glasbruchschäden
  • Schäden der Verkabelung durch Kurzschluss (Schmorschäden)
  • Marderbiss ohne Folgeschäden oder mit Folgeschäden, ggf. bis zu einem maximalen Betrag oder in unbegrenzter Höhe.
  • unmittelbare Einwirkung von Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung. Eingeschlossen sind Schäden, die dadurch verursacht werden, dass durch diese Naturgewalten Gegenstände auf oder gegen das Fahrzeug geworfen werden. Ausgeschlossen sind Schäden, die auf ein durch diese Naturgewalten veranlasstes Verhalten des Fahrers zurückzuführen sind. Die Anerkennung eines Unwetterschadens bedarf der Bestätigung durch ein Wetteramt. Darüber hinaus können Schäden aber auch anerkannt werden, wenn im näheren Umfeld des Schadensortes oder der Region weitere Schäden mit ähnlichem Schadensbild gemeldet worden sind. Ein klassisches Beispiel hierzu liefert der Hagelschaden. Hier ist es nicht immer so, dass Wetterämter wie z. B. der Deutsche Wetterdienst (DWD) Hagelereignisse bestätigen können. Hier sind andere beschädigte Fahrzeuge aus der näheren Umgebung, die durch Hagel beschädigt wurden, als Beweis ausreichend für die Schadensregulierung. Dies gilt im übrigen auch für Schäden in anderen Sachsparten.
  • Zusammenstoss mit Haarwild, während das Fahrzeug in Bewegung ist. In den Basistarifen ist zu beachten, dass dies in der Regel nur für Haarwild nach dem Bundesjagdgesetz gilt. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat zum Beispiel entschieden, dass ein Zusammenstoss mit einem Rentier in Norwegen keinen Kaskoschaden darstellt, da Rentiere nicht unter das BJagdG fallen. Bessergestellte Tarife haben einen erweiterten Deckungsumfang und bieten so erweiterten Versicherungsschutz. Meist sind dann auch Zusammenstösse mit Pferden, Rindern, Schafen, Ziegen, Hunden oder Katzen versichert. Des Weiteren sind Einschränkungen wie alle Wirbeltiere oder Vögel geläufig.

Die Jahresbeiträge der Teilkaskoversicherung richten sich beim PKW nach der Typenklassen-Einstufung. Bei der Teilkaskoversicherung wird (im Gegensatz zur Vollkaskoversicherung) kein Schadensfreiheitsrabatt berücksichtigt. Zu beachten ist aber, dass bei Vertragsabschluss nach Vorschäden in den letzten 24 Monaten gefragt wird. Dabei wird neben Schäden in der Haftpflicht- und der Vollkaskoversicherung auch nach Teilkaskoschäden gefragt. Liegt ein Teilkaskoschaden in den letzten 24 Monaten vor, ist dieser zwar nicht relevant für eine Rückstufung in den schadensfreien Jahren (Teilkasko ist immer frei von schadensfreien Jahren), jedoch ist diese Angabe tarifierungsrelevant und beeinflusst die Höhe der Versicherungsprämie. Das heißt mit anderen Worten: Mit einem Teilkaskoschaden im erfragten Zeitraum (24 Monate) verteuert sich hintergründig die Versicherungsprämie aufgrund des erhöhten Risikos für den Versicherer. Die Höhe des Beitrags hängt unter anderem auch vom Fahrzeugtyp (Typklasse), der Regionalklasse und von Postleitzahl des Halters ab. Auch werden noch weitere Tarifierungmerkmale zugrunde gelegt, von denen die Versicherungsprämie maßgeblich abhängt. Zu nennen sind unter anderem:

  • die jährliche Kilometerleistung,
  • das Alter des Fahrzeugs bei Zulassung auf den Versicherungsnehmer,
  • das Alter der Personen des Fahrerkreises; insbesondere Fahrer unter 23 bzw. 25 Jahren werden häufig als grosses Risiko eingestuft und sind daher massgeblich für die Prämienhöhe relevant.

Durch die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung reduziert sich die Versicherungsprämie. Ebenfalls wird sie durch Vereinbarung einer Werkstattbindung reduziert.

Vollkaskoversicherung

Die Vollkaskoversicherung ist eine freiwillige Zusatzversicherung zur Ergänzung der gesetzlich vorgeschriebenen Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie deckt nur Schäden ab, die am eigenen Kraftfahrzeug entstehen und schliesst den Versicherungsschutz der Teilkaskoversicherung mit ein. Es beinhaltet also den höchsten Grad des Schutzes, die bei Unfällen/Schäden am Kraftfahrzeug entstehen. Dabei handelt es sich rechtlich um zwei eigenständige Vertragsteile. Der Vorteil bei der Vollkasko ist, dass die Selbstbeteiligung von Voll- und Teilkasko unabhängig voneinander vom Gläubiger/Zahlenden gewählt werden kann.

  • Der anteilige Beitrag des Gläubigers der Teilkaskoversicherung innerhalb der Vollkaskoversicherung reduziert sich durch das SFR-System bei Schadenfreiheit.
  • Schäden, die in den Bereich der Teil- und Vollkaskoversicherung fallen, führen nicht zur Belastung des Schadenfreiheitsrabattes.

In der Vollkaskoversicherung sind in Ergänzung zur Teilkaskoversicherung folgende Schäden versichert:

  • Vandalismus: mutwillige Beschädigung des Kraftfahrzeuges durch Fremde
  • selbst verschuldete Unfallschäden, das heisst: bei allen, egal welchen und wie auch entstandenen Schäden am Verschulden der Unfallschäden, muss hier die Vollkasko mit Zahlung ohne weitere Zahlungsaufforderung zum Versicherten/Zahlenden vergüten (Das ist europaweit in allen Ländern gleich gesehen)
    • In der Schweiz gibt es die Besonderheit, dass bei fehlender Haftpflichtversicherung und gleichzeitiger Zahlungsunfähigkeit des Unfallgegners der Nationale Garantiefonds eintritt.

Weitere Berechnungsmerkmale für die Beiträge (Versicherungsprämien) sind neben dem SF-Rabatt auch die Höhe der Selbstbeteiligung, die Typenklasseneinstufung und die Regionalklasse des Fahrzeugs bzw. des Wohnortes.

Mit dem Abschluss einer Vollkaskoversicherung gehen bestimmte Pflichten einher.

  • ständige Pflichten:
    • Verwendungszweck des Kraftfahrzeuges sollte vom Berechtigten sein, dessen Eintragung und Einschriftung in den vorgemerkten Papieren, eingetragen sind; hier können durch weitere Möglichkeiten auch mehrere Personen beteiligt werden
    • Zahlungen der vereinbarten Summe bei der Vollkasko-Erfassung sollten getätigt werden (Möglichkeiten: monatlich oder jährlich)
      • Wenn die oben genannte Zahlung nicht vom Gläubiger/Zahlenden/Versicherten getätigt wird, dann besteht er auf sein Recht, neue Zahlungsvereinbarung zu treffen – ohne weitere Kosten, da der Gläubiger derjenige ist, der der Versichertenstelle, das Geld leiht
    • Fahren ohne Fahrerlaubnis/Führerschein führt zu Zahlungsweigerung seitens der Versicherung, aber nur wenn diese unbegründet sind
  • Pflichten im Schadensfall:
    • Schadenanzeige an die Versicherung (innerhalb zwei Wochen)
    • Pflicht zur Aufklärung des Unfallhergangs ohne weitere Kosten an den Gläubiger/Zahlenden, da dieser schon monatlich oder jährlich die Zahlungen getätigt hat
    • Pflicht zur Schadensminderung (Beispiel: Nach einem Glasbruch durch Abdeckung der Scheibe das Eindringen von Regenwasser verhindern.)

Eine Sonderform ist die Dienstreisekaskoversicherung, mit der ein Arbeitgeber Schäden an einem Fahrzeug des Arbeitnehmers abdecken kann, wenn dieser im Auftrag des Arbeitgebers und im Rahmen des Arbeitsverhältnisses sein Privatfahrzeug nutzt und der Versicherungsfall eintritt.

Ausschlüsse

  • Grobe Fahrlässigkeit: Jedoch nur noch mit Einschränkungen nach dem neuen VVG, das 2008 in Kraft trat. Hier darf der Versicherer seine Leistungen nur noch nach der Schwere des Verschuldens des Versicherungsnehmers kürzen (Quotelung). Bei alkoholbedingter Fahruntüchtigkeit kommt auch nach neuem Recht Regress des Versicherungsnehmers seitens des Versicherers in Frage. Die absolute Fahruntüchtigkeit tritt nach BGH-Rechtsprechung ab einer Blutalkoholkonzentration von mehr als 1,1 Promille ein. In diesem Fall ist eine hundertprozentige Kürzung der Leistungen im Kaskobereich möglich. Im Bereich Kfz-Haftpflicht ist es dem Versicherer aufgrund des Opferschutzgedankens nicht möglich, die Leistung zu kürzen oder zu versagen. Jedoch kann der Versicherer den Versicherungsnehmer in Regress nehmen. Manche Versicherer verzichten mittlerweile auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit. Das gilt jedoch nicht für Schäden, die unter Alkohol- und Drogeneinfluss zu Stande gekommen sind.
  • Vorsatz
  • Rennen
  • reine Reifenschäden (manche Top-Tarife schliessen Reifenschäden ein)
  • Erdbeben, Kriegsereignisse, innere Unruhen, Massnahmen der Staatsgewalt (Erdbeben sind aber teilweise selbst bei Online-Versicherern eingeschlossen)
  • Schäden durch Kernenergie

Maschinenbruchversicherung

Für viele Betriebe aus dem produzierenden und fertigenden Gewerbe sind gerade die Maschinen, welche die Fertigung und Herstellung der Produkte übernehmen, Existenzgrundlage und Hauptkapital. Je kleiner ein Betrieb ist, desto mehr trifft dies in der Regel zu. Grund genug, die eigene Existenzgrundlage ausreichend zu versichern, um im Fall der Fälle ein böses Erwachen zu verhindern. Denn die Kosten für die Reparatur von entsprechenden Industriemaschinen können schnell in die Höhe schiessen.

Was genau leistet die Maschinenbruchversicherung?
Wie der Name schon sagt, deckt diese Versicherung in der Regel erst einmal Schadensfälle an den eigenen Maschinen ab. Das heisst, dass wenn an den Maschinen in der Fertigungshalle ein Defekt aufgetreten ist, der eine Reparatur durch einen Fachmann nötig macht, die entsprechenden Kosten von der Versicherung übernommen werden. Sinn und Zweck der Versicherung ist es, das Unternehmen ein Stück weit unabhängig zu machen. Denn wenn gerade über Jungunternehmern täglich das Damoklesschwert eines möglichen technischen Defekts schweben würde, wäre zu aller erst die Bildung umfangreicher Rücklagen notwendig. Diese Versicherung nimmt diese Notwendigkeit zumindest ein Stück weit und erlaubt damit mehr Geld in Investitionen und Vergrösserungen des Betriebes zu stecken.

Die Maschinenbruchversicherung in der steuerlichen Würdigung
Da die Maschinenbruchversicherung eine Versicherung ist, die man abschliesst, um Schäden an den Maschinen so schnell wie möglich wieder zu beheben und die volle Kapazität des Betriebes schnellstmöglich wieder herzustellen, kann man die hierfür anfallenden Kosten natürlich steuerlich geltend machen. Dazu kommt, dass eine solche Versicherung die Bildung umfassender Rücklagen für Reparaturen zur Nebensache macht. Natürlich sollten Rücklagen vorhanden sein, wenn mal wieder neue Maschinen gebraucht werden oder einfach eine Situation aufgetreten sein mag, in der die Versicherung nicht zahlt. Aber in aller Regelmässigkeit fallen diese Rücklagen wesentlich niedriger aus, als in Betrieben ohne eine entsprechende Versicherung.

Was schliesst die Maschinenbruchversicherung alles ein?
Prinzipiell umfasst die Maschinenbruchversicherung alle Maschinen an den im Versicherungsschein festgelegten Einsatzorten. Bei Maschinen wie Fertigungsstrassen oder fest in einer Fertigungshalle installierten Geräten sind zumeist auch das Fundament und die Verankerungen entsprechend mitversichert. Bei einer Versicherung für Maschinen, die an anderen Orten variabel eingesetzt werden, muss dies im Versicherungsschein entsprechend geregelt werden. Hier tritt die Versicherung in erster Linie für Schäden ein, die an den Maschinen entstehen, unabhängig woher diese Schäden erst einmal stammen.

Das können Schäden aus Wettereinflüssen sein, aus falscher Bedienung oder auch aus einem Unfall unter Beteiligung der Maschine. Dabei hat die Maschinenbruchversicherung in einem solchen Fall fast die Wirkung einer Kaskoversicherung. Allerdings nur auf die Maschine, die versichert ist, bezogen. Kosten für Schäden, die eine Maschine beispielsweise an einem Gebäude anrichtet, das einem Kunden gehört, kommt die Maschinenbruchversicherung nicht auf. Auch bei Mietmaschinen ist Vorsicht geboten. In aller Regel sind auch solche Maschinen nicht von der Maschinenbruchversicherung umfasst, es sei denn, eine solche Mitversicherung ist vorher ausdrücklich vereinbart und im Versicherungsschein verankert worden.

Welche Schäden werden von der Maschinenbruchversicherung genau übernommen?
Die Maschinenbruchversicherung stellt Ersatz für beschädigte Maschinen und übernimmt die Kosten der Reparatur und der Ersatzteilbeschaffung. Zum Teil übernimmt sie sogar die Kosten, die durch den Stillstand einer Maschine entstehen können. Dabei gibt es eine ganze Reihe von Gründen, aus denen eine Maschine zu Schaden kommen kann und die von den jeweiligen Versicherern als zahlungsbegründend anerkannt werden. Hier einmal einige dieser Gründe im Detail:

Fehlbedienung und Unachtsamkeit
Anders als bei vielen anderen Versicherungen wird bei der Maschinenbruchversicherung eher nicht die Schuldfrage gestellt. Selbst bei fehlerhafter Bedienung oder bei Unachtsamkeit übernimmt die Versicherung in der Regel die Kosten. Allein bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz wird die Versicherung keine Kosten mehr übernehmen.

Einwirkung von Wetter
Handelt es sich um eine Maschine, die im Freien bedient wird, können extreme Wetterbedingungen wie starker Hagel, heftige Regengüsse oder ein Sturm für erhebliche Schäden an der Maschine führen. In solchen Fällen werden die Kosten ebenfalls übernommen.

Brand, Feuer oder Explosion
Auch im Fall eines Feuers und einer damit einhergehenden Beschädigung der Maschinen wird die Versicherung tätig. Dies ist besonders wichtig, da ein solches Feuer zum Verlust der gesamten Existenz führen kann. Die Gewissheit, dass man in einem solchen Fall zumindest noch die Möglichkeit hat, die Maschinen ersetzt zu bekommen, sodass eine weitere Produktion erst einmal möglich ist, kann hier bereits sehr befreiend wirken.

Wartungs- und Bedienfehler
Auch hier stellt sich die Verschuldensfrage nicht vorrangig. Zwar wird die Versicherung bei offenkundigen Wartungsfehlern durch ein beauftragtes Unternehmen mit Sicherheit die Möglichkeit der Schadensersatzklage prüfen. Andererseits wird die Versicherung die Leistung nicht verweigern, wenn die Wartung durch eigene Mitarbeiter erfolgte oder es sich um einen Schaden handelt, der aus einem Bedienfehler resultiert, es sei denn, hier könnte wiederum Vorsatz nachgewiesen werden.

Darüber hinaus werden in der Regel auch Schäden die aus Rissen aus Fliehkraftwirkung, Fundament- und Aufbaufehlern, Konstruktionsfehlern und Einstellungsfehlern von Messeinrichtungen entstanden sind von der Versicherung übernommen. Weitere Leistungen sind von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich und müssen beim Abschluss der Versicherung entsprechend verhandelt werden.

Rechtsschutzversicherung als Teil der Maschinenbruchversicherung
In aller Regel umfasst die Maschinenbruchversicherung auch eine passive Rechtsschutzversicherung. Das bedeutet, dass die enthaltene Rechtsschutzversicherung nur dann greift, wenn es darum geht, Schadensersatzforderungen Dritter, die aufgrund beschädigter Maschinen verletzt oder anderweitig geschädigt worden sein sollen, abzuwehren. Hier geht es in der Tat nur darum, Zweifel an einer möglichen Schadensersatzpflicht zu klären, indem die Ansprüche entweder abgewehrt werden oder eben letztlich festgestellt wird, dass die Ansprüche tatsächlich bestehen. Weitere Rechtsberatungen und Rechtsbeistände darüber hinaus werden von der Versicherung nicht übernommen.

Wer bietet die Maschinenbruchversicherung an?
Hier wird eine Maschinen-Betriebsunterbrechungsversicherung direkt mit angeboten, um ein umfassendes Absicherungspaket sicherstellen zu können.

Die Versicherung bietet zwei unterschiedliche Bereiche der Maschinenbruchversicherung, nämlich einmal eine gesonderte Versicherung für stationäre Maschinen und eine solche für fahrbare Maschinen. Versicherungspakete für fahrbare Maschinen beinhalten eine Kaskoversicherung.

Eine absolute Muss-Versicherung für jeden Unternehmer in einer Branche mit Maschineneinsatz
Wer ein Unternehmen führt, in dem Maschinen vonnöten sind, um das Betriebsziel zu erreichen, riskiert ohne eine Maschinenbruchversicherung im Fall einer Beschädigung der eigenen Maschinen schnell die komplette Existenz seines Unternehmens. Vor allem Jungunternehmer, die noch nicht in der Lage gewesen sein können, umfangreiche Rücklagen für Reparaturen oder Neuanschaffung anzusparen, sind hier besonders gefährdet. Daher sollte die Maschinenbruchversicherung für jeden Unternehmer fester Bestandteil der Betriebskosten sein.

Fordern Sie jetzt ein Angebot für Ihre Maschinenbruchversicherung an!

Transportversicherung

466 Millionen Franken: So hoch ist gemäss einer Studie der International Union of Marine Insurance das Transportversicherungs-Marktvolumen in der Schweiz, dies bei einem Schadenaufwand von 316 Millionen Franken im Jahr. Firmen, die regelmässig Transporte selber oder durch Dritte ausführen lassen, zum Beispiel Fabrikationsfirmen im Import/Export, KMU für den Werkverkehr innerhalb der Schweiz oder Handelsfirmen, gehören bei Intermakler zur Stammkundschaft. Wir verstehen es als unsere Aufgabe, jedes Unternehmen auf seine Transporte – mögen Sie auch noch so selten oder klein sein – und die einhergehenden Risiken zu sensibilisieren. Deshalb haben wir die Transportversicherung, eine unserer Fachspezialitäten, als Schwerpunkt dieser Ausgabe gewählt. Als Einblick in unsere Expertise nennen wir Ihnen hier fünf grundlegende Dinge, die Sie bei diesem Thema beachten sollten.

Post, Kuriere und andere Transportunternehmen haften nur bedingt.
Jeder Frachtführer, wie zum Beispiel die Post, der Kurier oder der Camionneur, haften für das fremde Gut, welches sie befördern. Meistens reicht die Haftungssumme nicht, um den gesamten Wert der Waren abzudecken. Ausserdem muss dem Frachtführer ein Verschulden erst nachgewiesen werden. Andernfalls besteht keine Versicherungsdeckung. Bei jedem Transport, vor allem natürlich bei wertvollen Sendungen, sollten Sie diesen Aspekt vorab berücksichtigen Paketund je nach Deckung eine Transportversicherung abschliessen. Hierbei handelt es sich um eine Allgefahrendeckung, zugeschnitten auf das transportierte Gut und auf seinen Wert.

Transporte, die gerne vergessen gehen.
Wenn man selbst produzierte Güter mit eigenen Fahrzeugen transportiert, verlässt man sich darauf, dass nichts passiert. In vielen Fällen besteht dann keine Versicherung für die mitgeführten Waren. Auch gerne vergessen: Der Umzug, den man selber mit Kollegen organisiert. Im Schadenfall ist es dann ärgerlich, wenn gerade beim erhöhten Risiko Transport bei Beschädigung oder Verlust niemand zahlen will.

Was Sie für eine Transportversicherung bestimmen müssen.
Den Transportweg (Land-, Luft-, Seeweg), das Transportmittel (z.B. LKW, Flugzeug, Schiff, Bahn), den Reiseweg, die Art und den Wert der Güter zum Zeitpunkt des Reisebeginns sowie beim Import/Export die internationalen Lieferklauseln, die Incoterms (z.B. CIF, ex works, FOB etc.).

Vorsicht bei internationalen Transporten.
Wenn transportierte Güter die Grenze überschreiten, können sich die Haftungsbestimmungen ändern, so dass das beauftragte Transportunternehmen nicht mehr für den gleichen Betrag haftet wie noch in der Schweiz. Es ist deshalb sehr wichtig, dass man sich nicht auf die Haftung des Frachtführers verlässt und sich vor dem Transport informiert, was für Haftungsbegrenzungen in welchem Land und bei welchem Transportmittel zum Zuge kommen.

Eine Transportversicherung ist nicht teuer.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie günstig eine Transportversicherung eingekauft werden kann, wenn man bedenkt, welchen Gefahren die Güter während dem Transport ausgesetzt sind. Sämtliche Beschädigungen und Verluste werden für Handelswaren abgedeckt. Eine Maschine, transportiert von der Schweiz nach Italien per Camion, kostet bei einer Versicherungssumme von CHF 100’000.00 eine Prämie von nicht mal CHF 100.00.

Unser Ratschlag: Notieren Sie 6 Monate lang aufmerksam alle Transporte, die Sie oder Ihre Mitarbeitenden selbst durchführen. Halten Sie fest, wie und von wo nach wo der Transport geschieht und den Wert des Materials. Bestimmen Sie, bis zu welchem Betrag Sie Schäden selber tragen und verantworten können. Nutzen Sie die Übersicht, um zu entscheiden, welche Transporte Sie versichern möchten.

Vermögensaufbau

Privater Vermögensaufbau
Neben der staatlichen und beruflichen Vorsorge (erste und zweite Säule) sparen viele auch im Privatvermögen Geld für die Zeit nach der Pensionierung oder für die Erfüllung eines Lebenstraums. Einige legen jeden Monat Geld zur Seite oder haben eine Summe geerbt, die sie langfristig anlegen möchten. Nicht selten wird jedoch ganz unbewusst nur ein Teil der Einnahmen benötigt, um den gewünschten Lebensstandard zu erfüllen. Ende Jahr bleibt etwas auf dem Konto und irgendwann macht sich dann jeder Gedanken darüber, was mit dem Geld geschehen soll. Kapital, das längerfristig nicht gebraucht wird, sollte dem Anlagehorizont entsprechend angelegt werden.

Die Ausrichtung und die Kosten bestimmen die Rendite
Über Erfolg oder Misserfolg beim Vermögensaufbau, beziehungsweise bei der Vermögensvermehrung, entscheiden langfristig vor allem zwei Faktoren: Die Wahl der Anlagestrategie und die Kosten. Neben diesen Faktoren sind die Selektion der richtigen Investitionsmöglichkeiten sowie die steuerliche Belastung auf den Erträgen wichtig. Wer höhere kurzfristige Schwankungen (Volatilität) des Anlagevermögens in Kauf nimmt, kann langfristig mit einer höheren Rendite rechnen.

Vorsorge als steuerbegünstigte Sparmöglichkeit
Im Vorsorgebereich gibt es verschiedene Möglichkeiten, langfristig Vermögen aufzubauen. Durch gesetzliche Vorschriften und daraus resultierende Steuerprivilegien lässt sich die Nettorendite nach Steuern massgeblich erhöhen. Die Säule 3a und die Pensionskasse sind nur zwei Beispiele. Mehr zu diesen Themen erfahren Sie hier:

  • Säule 3a als Vorsorgeinstrument
  • Informationen zum Thema Pensionskasse

Vorteil bei den Steuern bedeutet oftmals hohe Gebühren
Steuerliche Vorteile sollten ausgenutzt werden. Leider ist es teilweise jedoch so, dass steuerlich privilegierte Anlagemöglichkeiten gebührenintensiv sind (Säule 3a, Lebensversicherungen) oder dass kein Mitspracherecht bei der Anlagepolitik besteht (2. Säule). Die Gebühren sind aber gerade im Vorsorgebereich besonders wichtig, weil der Zinseszinseffekt bei den Kosten vor allem langfristig zu Buche schlägt. Bei der Wahl der passenden Investitionsmöglichkeiten nur auf die Steuern zu achten ist also sicherlich nicht der richtige Weg. Mehr zu den Auswirkungen von hohen Kosten und Gebühren erfahren Sie hier:

  • Analyse: Die langfristigen Auswirkungen von Gebühren auf die Rendite eines Wertschriftenportfolios

Beratung: Kostenloses Erstgespräch
Benötigen Sie Unterstützung beim Thema Geld anlegen? Vereinbaren Sie ein kostenloses erstes Gespräch. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Vermögensversicherung

Die meisten Versicherungen können in drei grosse Gruppen unterteilt werden: Sachen, Personen und Vermögen. Worin besteht eine Vermögensversicherung und warum wird sie so genannt? Wir haben die Erklärungen und Produktbeispiele!

Definition
Wenn man sich an die genaue Definition hält, bedeutet Vermögen die Gesamtheit der Güter und Mittel, welche eine Person besitzt. Der Begriff der „Mittel“ ist in diesem Fall ausschlaggebend. Die Vermögensversicherung zielt nämlich darauf ab, diese finanziellen Mittel zu schützen, indem sie die Rückzahlung von Verlusten aufgrund eines versicherten Ereignisses garantiert.

Es gibt wohlverstanden zahlreiche Situationen, welche eine Verringerung des Vermögens mit sich bringen, doch in der Praxis sind nur gewisse Risiken versicherbar. Es gibt darum drei wichtige Produkttypen, welche mit dem Vermögen in Verbindung stehen:

  • Haftpflichtversicherung
  • Rechtsschutzversicherung
  • Betriebsunterbrechungsversicherung

Die Haftpflicht
Vom gesetzlichen Standpunkt aus gesehen ist jede Person für die Schäden, die sie einem anderen zufügt, finanziell verantwortlich. Wenn Sie beispielsweise unbeabsichtigt die Scheibe des Nachbarn bei Ihrem Umzug zerbrechen, sind Sie für die Rückerstattung des beschädigten Gutes verantwortlich. Wenn Sie eine antike Vase im Haus Ihres Freundes zerbrechen, wird Ihre Haftpflicht ebenfalls gefordert. Die Haftpflichtversicherung ist eine Vermögensversicherung, welche vor genau solchen Situationen schützt. Sie übernimmt nämlich Schäden, welche man einem Dritten unabsichtlich verursacht hat. In der Schweiz gibt es mehrere Produkte im Zusammenhang mit der Haftpflicht, insbesondere die Privathaftpflicht und die Motorfahrzeughaftpflicht.

  • Privathaftpflicht: Dieses Produkt ist freiwillig (wird aber sehr empfohlen) und schützt den Versicherten gegen Schäden, welche er anderen unabsichtlich verursacht hat. Normalerweise versichert diese Abdeckung alle unter einem Dach lebende Personen. Die Privathaftpflichtversicherung wird häufig aufgrund der Einfachheit mit einer Hausratversicherung, welche die eigenen Güter abdeckt, kombiniert.
  • Motorfahrzeughaftpflicht: Diese obligatorische Abdeckung steht mit dem versicherten Fahrzeug im Zusammenhang. Sie schützt jeden Lenker dieses spezifischen Fahrzeuges im Fall von Schäden, welche einem Dritten verursacht werden, wenn das Fahrzeug gefahren wird.

Für mehr Informationen oder um Angebote zu vergleichen, verfügt unsere Hauptseite über eine Rubrik, welche der Privathaftpflichtversicherung gewidmet ist.

Rechtsschutzversicherung
Heutzutage sind Streitfälle immer häufiger. Ob es sich um ein Problem mit dem Arbeitgeber, dem Vermieter oder einem Nachbarn handelt, Privatpersonen sind häufig zu schlecht vorbereitet oder informiert, um Streitfälle zu bewältigen. Eine Rechtsschutzversicherung ist dafür da, um den Versicherten bei einem juristischen Streitfall zu versichern. Insbesondere ermöglicht dieser Produkttyp den Zugang zu zwei Dienstleistungen, welche sich als speziell nützlich erweisen:

  • Eine Rechtsberatung: Diese ermöglicht es, per E-Mail oder per Telefon von Ratschlägen in der Schweiz sowie im Ausland zu profitieren. Diese Hilfe kann jegliche rechtliche oder administrative Frage betreffen. Wenn beispielsweise ein Fitnesscenter Sie mit Betreibungen aufgrund eines Abonnements, welches Sie bereits aufgelöst haben, bedroht, können Sie sich an diese Hilfe wenden, um sich über die beste Vorgehensweise beraten zu lassen.
  • Die Übernahme juristischer Gebühren: Diese beinhalten die Anwaltskosten sowie jegliche juristischen Kosten (Notare, Expertenmeinungen, etc.). Diese Kosten können schnell teuer werden, die Rechtsschutzversicherung trägt also den Titel einer Vermögensversicherung zu Recht!

Diese Art der Abdeckung gibt es ausserdem in verschiedenen Varianten (beispielsweise privat und Strassenverkehr) und mehrere Unternehmen bieten ungleiche Offerten an. Um Ihnen dabei zu helfen, die richtige Wahl zu treffen und um Ihnen mehr Informationen zu liefern, verfügt unsere Hauptseite auch über eine Rubrik zur Rechtsschutzversicherung.

Betriebsunterbrechungs- und andere Vermögensversicherungen
Die Betriebsunterbrechungsversicherung schützt ganz spezifisch Selbstständige und Unternehmer. Bei einem Schadensfall können Produktionsmittel zeitweise gebrauchsunfähig werden oder einen Einkommensausfall auslösen. Diese Abdeckung ermöglicht es, sich gegen jegliche Umsatzprobleme vorzubereiten.

Es gibt ebenfalls weitere Produkte, welche das Vermögen schützen. Diese Lösungen sind spezifischer, beispielsweise eine Hagelschlagversicherung für Pflanzenkulturen. Bei Fragen oder Wünschen ist es das Beste, sich an einen Spezialisten zu wenden, welcher Sie beraten und Ihnen, falls erwünscht, die beste Lösung anbieten kann.

Flottenversicherung

Mit einer KFZ-Flottenversicherung ist der gesamte Fuhrpark eines Unternehmens versichert. In der Regel wird dafür ein Rahmenvertrag vereinbart, der alle Fahrzeuge und Fahrer berücksichtigt. Abschliessbar ist sie nur für Gewerbekunden.

Eine Flottenversicherung umfasst für alle Fahrzeuge die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung. Optional kann der Versicherungsschutz um eine Teilkasko oder Vollkasko erweitert werden.

Mindestanzahl Fahrzeuge
Eine Flottenversicherung wird meist ab zehn Fahrzeugen angeboten. Einige Kfz-Versicherer bieten auch Kleinflottenversicherungen ab drei Fahrzeugen an.

Es gilt ein einheitlicher Beitragssatz für alle versicherten Fahrzeuge – vom Sattelschlepper bis zum Dienstwagen des Geschäftsführers. Kommen während der Vertragslaufzeit weitere Fahrzeuge hinzu, werden sie zu den bestehenden Konditionen mit versichert.

Personenversicherung

Versicherungen werden traditionell in drei grosse Gruppen unterteilt: Sachen, Vermögen und Personen. Was sind genau Personenversicherungen? Wir haben die Erklärungen und die Produktbeispiele.

Definition
Wie der Name schon sagt, bezieht sich die Personenversicherung auf jede Art der Versicherung, bei der das sozusagen „versicherte Objekt“ eine Privatperson ist. Die Produkte aus dieser Kategorie bieten eine Abdeckung für Arztkosten, Erwerbsunfähigkeit, Todesfälle, Alter, etc. Man findet in dieser Kategorie:

  • Die Krankenversicherungen, welche sowohl die obligatorische Grundversicherung sowie mögliche Zusatzversicherungen beinhalten.
  • Die Unfallversicherungen, welche bei Unfällen die Arztkosten begleichen und bei Invalidität oder Todesfällen Renten ausstellen.
  • Die Lebensversicherung, welche es sowohl ermöglicht, ein für die Rente verfügbares Kapital anzusparen als auch den Angehörigen eine gewisse Summe beim Todesfall zu versichern.
  • Die berufliche Vorsorge, oder 2. Säule, welche es sowohl ermöglicht, ein Kapital für seinen Ruhestand anzusparen sowie von Renten beim Invaliditätsfall zu profitieren.

Die Tierversicherungen können ebenfalls zu den Personenversicherungen gezählt werden, wenn ein spezifisches Individuum (ein Tier) versichert wird.

Versicherungsnehmer, versicherte Person und Prämienzahler
Im Rahmen der Personenversicherung kann der Prämienzahler, der Versicherte und der Versicherungsnehmer die gleiche Person sein oder nicht. Spezifischer gesagt:

  • Der Versicherungsnehmer ist der- oder diejenige, welche/r über die Rechte des Vertrages verfügt.
  • Der Prämienzahler ist die Person, an die die Prämien oder andere Rechnungen geschickt werden.
  • Die versicherte Person bezeichnet das Individuum, auf das sich die Abdeckung bezieht.

Mehrere Versicherte
Es ist nützlich zu wissen, dass in gewissen Fällen (speziell bei Lebensversicherungen) mehrere Personen mit einer einzigen Police versichert werden können. Ein verheiratetes Paar verfügt in diesem Fall über eine Todsfallversicherung, welche beide Ehepartner abdeckt. Beim Todesfall einer der beiden Partner erhält der überlebende das definierte Kapital.

Eine Personenversicherung abschliessen
Wie bei jeder Versicherung kann es nützlich sein, sich an einen Spezialisten zu wenden, bevor man etwas unterschreibt. Dieser ermöglicht es, die Angebote unkompliziert zu vergleichen und eine massgeschneiderte Lösung zu erhalten. Beispielsweise ermöglicht es unsere Hauptseite einfach eine Versicherungsberatung zu erhalten, wobei eine simple Anfrage per Formular, Mail oder Telefon ausreicht.


Unter Personenversicherungen versteht man alle Versicherungsarten, welche die Deckung von Personen gegen bestimmte Gefahren und Risiken bezwecken. Zusätzlich schützt die Personenversicherung die Arbeitgeber vor finanziellen Folgen, die aufgrund gesetzlicher Bestimmungen im Bereich der Lohnfortzahlung entstehen können.

Über die klassischen Brokerdienstleistungen hinaus, bieten die Spezialisten von PWZ Ihnen auch Unterstützung in den Bereichen des Absenzen- und Gesundheitsmanagements. Ein weiteres Leistungsplus für Sie als Arbeitgeber ist unser Engagement im Rahmen der Mitarbeiterinformation: In Einzelgesprächen, Personalorientierungen oder Mitarbeitermerkblättern informieren wir über die Personalversicherungen und zeigen auf, wie der zusätzliche individuelle Bedarf gedeckt werden kann.

Die Personenversicherung umfasst hauptsächlich folgende Deckungen:

  • Heilungskosten
  • Vorübergehender, langfristiger oder dauerhafter Lohnersatz bei Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit
  • Hinterlassenenleistungen bei Tod des Versicherten

Die Personenversicherung gliedert sich im Wesentlichen in folgende Bereiche:

  • Unfallversicherung gemäss UVG
  • Zusatzversicherung zur Unfallversicherung gemäss UVG
  • Krankentaggeldversicherung
  • Kollektiv-Krankenpflegeversicherung
  • Unfallversicherung für Kunden und Besucher
  • Kollektiv-Unfallversicherung für nicht UVG-versicherte Arbeitnehmer

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Versicherungen für Landwirte

Weil die Landwirtschaft Spezialisten braucht
Wir nehmen im Bereich Landwirtschaft eine führende Stellung ein. Grund dafür sind attraktive, für den landwirtschaftlichen Betrieb entwickelte Produkte.

Welche landwirtschaftlichen Versicherungen gibt es? Und welche Versicherungen sind besonders wichtig? An der landwirtschaftlichen Betriebshaftpflichtversicherung, einer Gebäudeversicherung und der Absicherung der Maschinen führt kaum ein Weg vorbei. Nachfolgend listen wir die landwirtschaftlichen Versicherungen einzeln auf.

Landwirte tragen oft ein hohes Risiko. Der Ackerbau wird vom Klimawandel bedroht, Viehbauern haben Angst vor Tierkrankheiten und die aktuelle Preisentwicklung treibt alle gleichermassen um.

Mit einigen landwirtschaftlichen Versicherungen können sich Landwirte vor existenzbedrohenden Kosten durch Ernteausfall, Betriebsbrand oder Maschinenausfall schützen.

Es besteht eine gesetzliche Sozialversicherungspflicht für Landwirte: Neben der landwirtschaftlichen Krankenversicherung bilden die landwirtschaftliche Alterssicherung, die landwirtschaftliche Unfallversicherung und die Pflegeversicherung die Sozialversicherung für Landwirte. Hierfür sind die regionalen landwirtschaftlichen Krankenkassen zuständig.

Erfasst werden Betriebe der Land- und Forstwirtschaft, des Garten- und Weinbaus, des Obst- und Gemüsebaus und der Fischzucht und Teichwirtschaft.

Ihre Krankenversorgung und Alterssicherung ist somit geregelt. Aber für einen Landwirt gibt es viele weitere Risiken, die zu bedenken sind: Was ist, wenn nicht Sie derjenige sind, der verletzt wird?

Landwirtschaftliche Versicherung: Betriebshaftpflichtversicherung

Wichtig für ausnahmslos alle Landwirte ist der Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung. Im Umgang mit Tieren und landwirtschaftlichen Maschinen können schnell schwerwiegende Personen- und Sachschäden entstehen. Hier hilft eine Betriebshaftpflichtversicherung, die vorhandenen Risiken zu minimieren.

Die Betriebshaftpflichtversicherung für Landwirte kommt für

  • Personenschäden
  • Sachschäden
  • Vermögensschäden, die aus einem Personen- oder Sachschaden resultieren
  • Umweltschäden

auf und hilft Ihnen auch bei der Abwehr unrechtmässiger Forderungen.

Ein Landwirt kann in den verschiedensten Situationen haftbar gemacht werden. Er haftet unter anderem für Personenschäden, sofern sich Kunden auf dem Hof (Betriebsgelände) verletzen, für Schäden z.B. an gemieteten Räumlichkeiten oder Maschinen, für Schäden, die seine Tiere verursachen und für Schäden an der Saat anderer Landwirte, die durch Benutzung von speziellen Spritzmitteln im eigenen Anbau entstanden sind.

In der Betriebshaftpflichtversicherung sind nicht nur Sie selbst versichert, sondern auch Ihre Angestellten, Azubis und Praktikanten. In einer landwirtschaftlichen Betriebshaftpflichtversicherung ist meist eine Umweltschadenversicherung enthalten, da es beim Umgang mit Chemikalien und Düngemitteln zu Boden- und Gewässerschäden kommen kann. Ebenso sind damit Schäden an geschützten Tieren, Pflanzen und Lebensräumen abgedeckt.

Die landwirtschaftliche Betriebshaftpflichtversicherung übernimmt die Kosten, die bei Sach- und Personenschäden, aber auch bei Vermögensschäden entstehen: So zum Beispiel, wenn von Ihnen mangelhafte oder falsche Ware geliefert wird, durch die beim Abnehmer in der Vermischung, Weiterver- und -bearbeitung ein Vermögensschaden entsteht.

Im Schadensfall prüft Ihr Versicherer, ob die Schadensersatzansprüche zu Recht geltend gemacht werden und übernimmt eine legitime Forderung. Bei unrechtmässiger Forderung trägt Ihr Anbieter die Kosten, die beim Nachweis der Unrechtmässigkeit entstehen. Die Höhe der Kostenübernahme und die Prämienhöhe sind von Versicherer zu Versicherer verschieden.

Landwirtschaftliche Versicherung: Gebäudeversicherung

Haftpflichtschäden sind aber nicht die einzigen Schäden, die einen Landwirt ereilen können. Schäden am Betriebsgebäude, an der Ernte, an den teuren landwirtschaftlichen Maschinen, Unfallschäden von Erntehelfern und weitere Schäden sind möglich.

Natürlich benötigen Landwirte auch eine landwirtschaftliche Gebäudeversicherung, kein Betrieb kommt ohne diese aus. Landwirte haben mit Ihren Produktions- und Lagerhallen oft ein noch viel grösseres Risikopotenzial als andere Gewerbetreibende.

Was ist versichert? Alle landwirtschaftlichen Gebäude, einschliesslich Verwaltungsgebäude und Silos, können in die Versicherung miteinbezogen werden. Sind Wohn- und Betriebsgebäude voneinander getrennt, ist es möglich, das Wohngebäude über eine private Gebäudeversicherung zu schützen, da die Konditionen hierfür meist günstiger sind. Ist keine Trennung vorhanden, muss alles in die landwirtschaftliche Gebäudeversicherung eingeschlossen werden.

Je nach Anbieter zählen sogar Tränken, Tröge und die Melktechnik zum Gebäude und sind in einer solchen Versicherung erfasst. Geschützt sind Sie vor

  • Feuer und Brandschäden
  • Schäden durch Explosion und Blitzschlag
  • austretendes Leitungswasser
  • Einbruchdiebstahl
  • Sturm und Hagel
  • Elementarschäden durch Erdbeben und Überschwemmung

Welche Risiken genau versichert sind und welche Zusatzoptionen für Sie interessant sein könnten, sollten Sie mit dem Versicherer besprechen und gegebenenfalls im Vertrag festhalten.

Landwirtschaftliche Versicherung: Hagelversicherung

Ein Unwetter mit Hagel kann in Minuten die Ernte eines ganzen Jahres vollständig zerstören. Die Existenz des gesamten Betriebes ist gefährdet. Um Hagelschäden finanziell auszuhalten, gibt es eine Hagelversicherung (die mittlerweile auch erweiterbar ist auf Frost und Hitzeschäden, Überschwemmung u.s.w.). Im Schadensfall wird Ihnen der Ertragsausfall ersetzt. Dieser bemisst sich nach dem erwarteten Erntewert je Hektar.

Das Einreichen eines Anbauverzeichnisses lässt auch eine Erhöhung der Versicherungssumme zu, hat jedoch keinen Einfluss mehr auf zurückliegende Schadensfälle. Es gibt die Möglichkeit eines Einzelvertrages oder einer Pauschalversicherung. Weitere Informationen (Leistungen, Kosten und Versicherungsvergleich) finden Sie auf der Unterseite Hagelversicherung.

Landwirtschaftliche Versicherung: Maschinenversicherung

Mit einer Maschinenversicherung sind sowohl fahrbare Maschinen und Geräte als auch stationäre Anlagen versicherbar. Dazu gehören beispielsweise

  • Mähdrescher
  • Feldhäcksler
  • Strohpressen
  • Bodenbearbeitungsmaschinen
  • Kartoffel-, Rüben-, Gemüse- und Traubenvollernter
  • Tanks
  • Pumpen
  • Stromaggregate

Eine Maschinenversicherung übernimmt die Kosten bei Schäden durch

  • Kontruktions- und Materialfehler
  • Bedienungsfehler
  • Versagen von Mess-, Regel- und Sicherheitseinrichtungen,
  • Schäden durch Kurzschluss,
  • Überstrom und Überspannung
  • Einbruchdiebstahl oder Raub

Der schnelle Ersatz einer Maschine kann existenziell für einen landwirtschaftlichen Betrieb sein. Stehen einem dafür nicht die Mittel zur Verfügung, kann die Situation schnell bedrohlich werden. Eine Maschinenversicherung übernimmt im Schadensfall die Kosten zur Wiederherstellung der versicherten Sache, im Falle eines Totalschadens wird der Zeitwert abzüglich eventueller Restwerte ersetzt.

Landwirtschaftliche Versicherung: Inhaltsversicherung

Eine Inhaltsversicherung oder Inventarversicherung umfasst Ihr gesamtes Inventar (sofern es sich am Betriebsort befindet, also nicht fahrbare Maschinen ausserhalb des Betriebes).

Das schliesst unter anderem

  • Vieh
  • Maschinen
  • technische und kaufmännische Betriebseinrichtung
  • Waren
  • Vorräte

ein. Das Inventar eines landwirtschaftlichen Betriebs hat oftmals einen sehr hohen Wert und muss unbedingt ausreichend geschützt werden. Achten Sie deshalb darauf die Versicherungssumme nicht zu niedrig anzusetzen.

Welche Gefahren sind versichert? Schäden durch

  • Feuer
  • Hagel
  • Blitzschlag
  • Sturm
  • Leitungswasser
  • Einbruchdiebstahl

werden von einer Inhaltsversicherung erfasst. Ein brennender Schweinestall z.B. kann sonst schnell das Ende eines Betriebes bedeuten.

Auf Wunsch können gegen einen Beitragszuschlag auch

  • Erdbeben
  • Überschwemmung
  • Rückstau
  • böswillige Beschädigung

mitversichert werden. Die Kosten hierfür sind dabei massgeblich von der jeweiligen Lage des Betriebs abhängig.

Die Inhaltsversicherung ist neben der Gebäudeversicherung die elementarste Versicherung und für jeden Landwirt ein Muss. Im Schadensfall richtet sich die Kostenübernahme durch den Versicherer nach dem Wiederherstellungs- bzw. Wiederbeschaffungspreis der zerstörten Sache. Bei Beschädigung werden die notwendigen Reparaturkosten ersetzt.

Achten Sie auch darauf, ob Lösch- und Aufräumarbeiten mitversichert sind, dies lässt sich meist vereinbaren.

Landwirtschaftliche Versicherung: Ertragsschaden-/Ertragsausfallversicherung

Der Horror: Aufgrund einer Tierseuche muss Ihr gesamter Viehbestand gekeult werden. Zwar haben Sie in die Tierseuchenkasse eingezahlt, die zahlt Ihnen aber nur den Wert des getöteten Tieres. Wer aber kommt für den erlittenen Ertragsausfall auf? Die laufenden Kosten werden ja nicht weniger, nur Umsätze sind keine zu machen.

Hierfür gibt es die Ertragsschadenversicherung. Diese übernimmt auch Kosten, die aufgrund eines Unfalls im Tierbestand (bspw. durch eine defekte Lüftungsanlage o.ä.) entstanden sind. Gezahlt werden

  • der Ertragsausfall
  • die Mehrkosten für die Neuanschaffung von Tieren
  • die Entsorgung toter Tiere
  • die Vernichtung oder Sonderverwertung tierischer Produkte,
  • Desinfektionskosten
  • Kosten für Schutzmassnahmen u.ä.

Landwirtschaftliche Versicherung: Erntehelferversicherung

Sie haben saisonal Erntehelfer beschäftigt? Diese sind von der Sozialversicherungspflicht befreit, jedoch tragen Sie als Arbeitgeber das volle Risiko, wenn etwas passiert. Die Erntehelferversicherung umfasst

  • Krankenversicherung
  • Unfallversicherung
  • Haftpflichtversicherung

Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung. Wenn Sie mehrere Helfer beschäftigen, sind die Kosten einer Erntehelferversicherung meist sehr gering.

Fazit: Landwirtschaftliche Versicherungen gibt es viele. Allerdings hängt es von der Ausrichtung Ihres Betriebs ab, welche Versicherungen für Sie sinnvoll sind und auf welche Sie verzichten können. Eine genaue Risikoanalyse Ihres Betriebs hilft Ihnen den Bedarf richtig einzuschätzen.

Sachversicherungen

In der Versicherungswirtschaft gilt die Sachversicherung als Oberbegriff für Versicherungen, die Schäden an Besitz und Eigentum abdeckt. Eine Sachversicherung ist eine durch Leistung und Umfang definierte Versicherung, die Verlust oder Beschädigungen an Sachwerten absichern soll. Als Sachwert werden unter anderem Gebäude, Fahrzeuge, Einrichtungsgegenstände, Gebrauchsgüter des täglichen Lebens und Haustiere gesehen. Bei den Versicherungen spricht man von Vermögenswerten, die es zu versichern gilt.

Die Unterteilung der Sachwerte wird auch nach Risiko spezifisch aufgelistet. So muss man eine KFZ Haftpflichtversicherung zum Betreiben eines Fahrzeugs haben. Eine Feuerversicherung war eine Pflichtversicherung für Immobilienbesitzer, ist in Deutschland aber als freiwillige Versicherung herabgestuft worden. Sachversicherungen sind den Anforderungen und Risiken entsprechend in unterschiedliche Gruppierungen unterteilt.

Sachversicherungen sollen Hab und Gut absichern

Neben den Werten, die man sich im Laufe der Zeit geschaffen hat, sollen Sachversicherungen einen Lebensstandard erhalten. So stellen Versicherungen, die hohe Werte absichern sollen, eine grosse Bedeutung dar. Die Wohngebäude- und Feuerversicherung bei Immobilien, die KFZ Versicherung bei Kraftfahrzeugen und die Hausratversicherung bei Inventar. Die Haftpflichtversicherung sollte man dabei allerdings nicht unterschätzen.

Stösst man einen Kaffee um, der sich dann auf den Laptop ergiesst, hält sich der angerichtete Schaden in Grenzen. Fällt einem aber aus Unachtsamkeit ein Blumentopf vom Balkon, der dann auf das Auto eines Nachbarn fällt, ist der Schaden meist schon im vierstelligen Betrag oder höher.

Welche Sachversicherungen sind wichtig?

Es gibt für jede Lebenslage und Ereignisse individuelle Bedürfnisse, die versicherungsbezogen angepasst werden können und angepasst werden sollten. Was für einen Mieter ausreichend ist, deckt nicht die Anforderungen eines Immobilienbesitzers ab. Ein Bauherr braucht weitere Absicherungen durch erhöhte Risiken beim Bau. Auch der Bau eines Hauses will gut durchdacht und gegen jegliche Risiken, wie zum Beispiel die Insolvenz des Bauunternehmens, abgesichert sein. Für einen Neuwagen ist eine Vollkaskoversicherung ratsam, bei einem gebrauchten Fahrzeug empfiehlt sich die Teilkasko oder einfache Haftpflicht.

Die notwendigen Sachversicherungen für einen Arbeitnehmer unterscheiden sich sehr von den Risiken eines Selbstständigen oder Unternehmers.

Eine Sachversicherung sollte sich am zu versichernden Wert orientieren. Bei einer KFZ Versicherung ist nach einiger Zeit und Laufleistung eine Vollkasko Versicherung nicht mehr notwendig und man kann in eine günstigere Teilkasko Versicherung wechseln. Bei einer Hausratversicherung ist es wichtig, die Versicherungssumme anzupassen, wenn man sich mit der Zeit höherwertige Güter zulegt oder in eine grössere Wohnung zieht. Es empfiehlt sich daher, Versicherungen in bestimmten Abständen auf ihre Aktualität und Umfang zu überprüfen

Sachversicherungen im Einzelnen

Unter die Sachversicherungen fallen die klassischen Sachversicherungen

Weitere spezifische Sachversicherungen sind

  • Elektronik Pauschalversicherung
  • Reiseversicherung
  • Reisegepäckversicherung
  • Transportversicherung
  • Warenkreditausfallversicherung
  • Kunstversicherung
  • Hundeversicherung
  • Kleintierversicherung
  • Pferdehalterhaftpflichtversicherung
  • Hundehalterhaftpflichtversicherung
  • Tier – OP Versicherung
  • Mietausfallversicherung

Diese Liste lässt sich noch um ein vielfaches verlängern, denn die Produkte der Versicherungen lassen sich weiter auf die Anforderungen und Vorgaben verfeinern.

Hat ein Tierhalter einen Hund zu versichern, kann diese auf das Risiko abgestimmt werden, in dem die Hunderasse, die Grösse, der Aufenthalt, die Umgebung, der Stand der Ausbildung und der tägliche Umgang im öffentlichen Raum berücksichtigt wird. Diese Spezifizierung ist für das Risikomanagement von Bedeutung und schlägt sich auch in der Höhe der zu versichernden Summe und auch in den Kosten nieder.

Man kann seinen Besitz mit der Sachversicherung schützen und die Risiken im Alltag minimieren, um Werte zu erhalten. Eine objektive Einschätzung der Faktoren. welche Risiken massgeblich abgesichert werden müssen und sollten, muss man für sich und seine Lebenssituation anpassen. Besonders bei Elektronikartikeln wird viel Geld investiert, wie zum Beispiel bei Smartphone, Laptop, Tablet-PC und Flachbildfernseher. Diese sind über die Hausratversicherung versichert, dennoch empfiehlt es sich, eine zusätzliche Elektronik-Pauschalversicherung mit einer Vertragslaufzeit von 2 Jahre abzuschliessen.

Bestimmung der Sachversicherung

Es gibt für jede Lebenslage und Ereignisse individuelle Bedürfnisse, die versicherungsbezogen angepasst werden können und angepasst werden sollten. Was für einen Mieter ausreichend ist, deckt nicht die Anforderungen eines Immobilienbesitzers ab. Ein Bauherr braucht weitere Absicherungen durch erhöhte Risiken beim Bau. Auch der Bau eines Hauses will gut durchdacht und gegen jegliche Risiken, wie zum Beispiel die Insolvenz des Bauunternehmens, abgesichert sein. Für einen Neuwagen ist eine Vollkaskoversicherung ratsam, bei einem gebrauchten Fahrzeug empfiehlt sich die Teilkasko oder einfache Haftpflicht. Die notwendigen Sachversicherungen für einen Arbeitnehmer unterscheiden sich sehr von den Risiken eines Selbstständigen oder Unternehmers. Eine Sachversicherung sollte sich am zu versichernden Wert orientieren.

Bei einer KFZ Versicherung ist nach einiger Zeit und Laufleistung eine Vollkasko Versicherung nicht mehr notwendig und man kann in eine günstigere Teilkasko Versicherung wechseln. Bei einer Hausratversicherung ist es wichtig, die Versicherungssumme anzupassen, wenn man sich mit der Zeit höherwertige Güter zulegt oder in eine grössere Wohnung zieht. Es empfiehlt sich daher, Versicherungen in bestimmten Abständen auf ihre Aktualität und Umfang zu überprüfen.

Versicherungslaufzeit und Beendigung

Sachversicherungen haben eine endliche oder unendliche Vertragslaufzeit. Bei KFZ Versicherungen gilt die Versicherung solange das KFZ im öffentlichen Raum betrieben wird. Sobald das KFZ abgemeldet wird, endet auch die Versicherungslaufzeit, es besteht aber keine begrenzte Laufzeit. Bei den KFZ Versicherungen gibt es aber die Möglichkeit besteht allerdings die Möglichkeit die Versicherung zu wechseln. Der Termin für einen Wechsel ist der 30. November. Kündigt man bis zu diesem Termin keinen Wechsel bei der Versicherungsgesellschaft an, läuft diese weiter.

Andere Versicherungen haben eine festgelegte Vertragslaufzeit, die beim Abschluss des Vertrages vereinbart wird. Bei Immobilien, etwa bei der Gebäudeversicherung, der Feuerversicherung und der Elementarschadenversicherung werden lange Laufzeiten angestrebt, die über 5 Jahre bis zu 15 Jahre betragen können. Bei Hausratsversicherungen, Glasversicherungen und Haftpflichtversicherungen stehen viele Varianten der Laufzeiten zur Verfügung. Versicherungsverträge mit einem festgelegten Ablaufdatum werden weiter aufrechterhalten, auch wenn der zu versichernde Sachwert wegfällt. Zum Beispiel bei einer Tierversicherung endet der Vertrag nicht, wenn das Tier verstirbt.

Sonderkündigungsrecht

Für viele Versicherungen gibt es ein Sonderkündigungsrecht. Es ist eine Möglichkeit, einen Versicherungsvertrag aufzuheben, wenn sich Bestandteile der Vertragsvereinbarung nicht oder nicht mehr erfüllen lassen. Dieses Kündigungsrecht hat sowohl der Versicherte, als auch der Versicherer. Ein weiteres Sonderkündigungsrecht besteht für Käufer einer Immobilie. Eine Gebäudeversicherung ist objektbezogen und besteht auch nach dem Eigentümerwechsel, sofern dieser die Gebäudeversicherung nicht mit Hilfe des Sonderkündigungsrechts aufhebt und einen eigenen Gebäudeversicherungsvertrag abschliesst.

Ordentliches Kündigungsrecht

Als ordentliches Kündigungsrecht bezeichnet man das Recht des Versicherungsnehmers, einen Vertrag nach einer festgelegten Laufzeit zu kündigen. So kann man, wie in einigen Versicherungsverträgen enthalten, eine automatische Verlängerung der Vertragslaufzeit, zu einem bestimmten Zeitpunkt stoppen. Eine automatische Vertragsverlängerung ist in diesen Versicherungsverträgen enthalten, damit man nicht immer nach einem Zeitabschnitt neue Verträge abschliessen muss, wenn sich an dem zu versichernden Risiko keine Veränderung ergibt, zum Beispiel bei der Haftpflichtversicherung. Das ordentliche Kündigungsrecht besteht für im Versicherungsvertrag vorgesehene Zeiträume, wie zum Beispiel 30 Tage vor Beendigung des Versicherungsjahres.

Ausserordentliches Kündigungsrecht

Dieses ist anwendbar wenn die Versicherung Beiträge erhöht und die versicherte Leistung aber unverändert bleibt. Der Versicherte hat dann ein Anrecht, innerhalb von zwei Wochen den Vertrag aufzukündigen, sobald er von der Beitragserhöhung Kenntnis bekommt. Die Anpassung der Beiträge wird von vielen Versicherungsgesellschaften mit inflationären Veränderungen oder Kostenerhöhungen für erbrachte Leistungen begründet. Die dynamische Anpassung der Versicherungsbeiträge kann bei einigen Versicherungen sinnvoll sein, um einen gleichbleibenden Versicherungsschutz zu halten.

Notwendigkeit von Sachversicherungen

Sachversicherungen sind bis auf einige Ausnahmen eine freiwillige Entscheidung des Versicherungsnehmers. Ob und welche Versicherung man für sich für notwendig erachtet, liegt im Ermessen, welchem Risiko man sich aussetzt und entgegnen will.

Haftpflichtversicherung

Als dringend notwendig wird an erster Stelle die Haftpflichtversicherung bei den Sachversicherungen angesehen. Sie schützt vor Ansprüchen aus Personenschäden, Sachschäden oder Vermögensschäden. Im täglichen Leben kann eine kleine Unachtsamkeit schon für erheblichen Schaden sorgen. Bei Personenschäden haben die Versicherungsgesellschaften daher auch Mindestversicherungssummen ab 2 Millionen, einige Versicherungsgesellschaften gehen auch weiter und bieten ab 5 Millionen Versicherungssumme an. Bei Sachschäden sind in der Regel Versicherungssummen von CHF 500’000 als Mindestversicherungssumme vereinbart. Vermögensschäden werden ähnlich hoch angesetzt und versichert.

Hausratversicherung

Auch wenn man als Mieter in einer Wohnung oder einem Haus wohnt, ist eine Hausratversicherung sehr wichtig. Es werden schon viele Teile durch die Gebäudeversicherung einbezogen, doch betrifft diese nicht das Hab und Gut des Mieters oder Immobilienbesitzers, wenn das Haus oder die Wohnung selbst genutzt wird. Eine Hausratversicherung umfasst alle Schäden, die durch Einbruchschäden, Feuerschäden, Wasserschäden oder Hagel und Sturmschäden. Die Versicherungssumme sollte sich nach Grösse der Wohnfläche und Sachwerten, gemessen im Neuwert richten. Bei einer Wohnfläche von 80 Quadratmeter und drei Räumen mit Bad und Küche ist man somit schnell bei einer Versicherungssumme von CHF 65’000.

Gebäudeversicherung

Die Gebäudeversicherung ist für jeden Immobilienbesitzer zwingend notwendig. Sie sichert den Wert der Immobilie gegen Wetterschäden, Wasserschäden, Brandschäden oder auch Elementarschäden, etwa bei Erdbeben, ab. Bei Gebäudeversicherungen werden der Wert und auch die Wertentwicklung berücksichtigt und angepasst. Der Versicherungsnehmer ist aber in der Pflicht, die Versicherungsgesellschaft über Wertveränderungen der Immobilie zu informieren und die Versicherungssumme gegebenenfalls anzupassen, um eine Unterversicherung auszuschliessen. Werden zum Beispiel Modernisierungen oder Umbauten durchgeführt, hat das Auswirkungen auf die Wertentwicklung und somit auch auf die Versicherungssumme.

KFZ Versicherung

Die KFZ Versicherung ist eine Grundvoraussetzung, um ein Fahrzeug im öffentlichen Raum zu nutzen. Sie gehört zu den Pflichtversicherungen. Die KFZ Versicherung ist eine Prämienversicherung, die mit jedem Schadenfreiheitsjahr günstiger wird. Die Risikoeinschätzung der Versicherungsgesellschaft umfasst bei der Beitragsfestlegung viele Faktoren.

So werden das Alter, Geschlecht, Wohnort, Unterbringung des Fahrzeugs, Wohnort, Jahreskilometerstrecke und Fahrerfahrung einbezogen. Die Schadenfreiheitsklasse, kurz SF, beginnt mit 0. Für jedes schadensfreie Jahr bekommt der Versicherte einen Rabatt, der erstmals nach zwei Jahren mit dem Schadenfreiheitsrabatt SFR ½ um 15 -25 %. Bei einem weiteren Jahr ohne Schaden kommt man in die SF 1, die mit 25 – 35% Vergünstigung belohnt. Verursacht man einen Schaden durch Unfall oder Unachtsamkeit, kann man aber auch hochgestuft werden. Das reicht bis in die Malusklasse, die Versicherungsbeiträge bis zu 40% erhöht.